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Die Gehirnnerven Der Saurier Johann Gustav Fischer

Die Gehirnnerven Der Saurier

Johann Gustav Fischer

Published July 9th 2014
ISBN : 9783737201834
Paperback
112 pages
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 About the Book 

Die durchgreifenden Unterschiede, die zwischen der Klasse der Amphibien (Amphibia nuda) und derjenigen der Reptilien (Amphibia squamata) bestehen, sprechen sich auch in der Anlage ihres Nervensystems so deutlich aus, als es nur immer der allenMoreDie durchgreifenden Unterschiede, die zwischen der Klasse der Amphibien (Amphibia nuda) und derjenigen der Reptilien (Amphibia squamata) bestehen, sprechen sich auch in der Anlage ihres Nervensystems so deutlich aus, als es nur immer der allen Wirbeltieren gemeinschaftliche Plan verstattet. Bei den ersteren fehlen einzelne Paare von Hirnnerven constant (eine Wurzel des Accessorius ist bisher bei ihnen nicht beobachtet, und der Hypoglossus hat nie eine Hirnwurzel), die Reptilien dagegen haben alle zwolf Paare- bei jenen findet zwischen den vorderen Hirnnerven haufig eine Verschmelzung statt, hier sind gerade diese, insbesondere die Augenmuskelnerven bestandig ganz frei, und die hinteren Hirnnerven vielmehr zeigen eine grosse Neigung, sich zu gemeinschaftlichen Stammen zu verbinden- dort findet fast jede derartige Verschmelzung schon im Schadel, in Folge des Durchtrittes mehrerer Nerven durch eine gemeinschaftliche Offnung statt, - hier hat jeder Nerv (mit Ausnahme des Accessorius) seine besondere Austrittsoffnung, und erst spater verwachsen einzelne Stamme mit einander. Ausserdem kommen noch in der Verbreitung der einzelnen Nerven so wie in der Bildung der sympathischen Schlingen so durchgreifende Unterschiede vor, und die grosse Einfachheit in der Anlage der Gehirnnerven der Amphibien tritt bei den Reptilien schon so sehr hinter der Annaherung an die komplizierteren Formen der warmblutigen Wirbeltiere zuruck, dass die Trennung beider Gruppen als wirklich verschiedener Klassen auch hier sich nicht verkennen lasst. [...] Dieses wissenschaftliche Buch ist ein unveranderter Nachdruck der Originalausgabe von 1852.